So langsam kommt die “goldene Herbsteszeit und die Birnen leuchten weit und breit”.
Theodor Fontanes wunderschönes Herbstgedicht “Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland” könnte Pate gestanden haben für meinen saftigen, linolsäurearmen Birnenkuchen.
Wenn Du möchtest, kannst Du das Gedicht am Ende dieses Beitrags lesen.
Zuerst aber der köstlich aromatische Birnenkuchen!

Annette kocht- Birnenkuchen

Du brauchst

  • 200 g helles Dinkelmehl (Typ 603)
  • 100 g helles Reismehl
  • 100 ml Kokosmilch
  • 200 ml warmes Wasser
  • 3 reife Birnen
  • 3 getrocknente Datteln
  • 1 Biozitrone
  • 1/2 Tl gemahlene Vanille
  • 1 Tütchen Trockenhefe
  • Puderzucker und Zimt

Mische die trockenen Zutaten bis auf Puderzucker und Zimt in einer Schüssel.
Schäle die Birnen und schneide sie in dünne Viertelscheiben.
Reibe die Zitronenschale ab und presse den Saft aus.
Schneide die Datteln in kleine Stücke.
Verarbeite alle Zutaten, bis auf die Birnenscheiben, zusammen mit warmem Wasser und Kokosmilch zu einem geschmeidigen Hefeteig.

Ich lasse meinen Teig immer ca. 20 Minuten abgedeckt ruhen, knete ihn nocheinmal durch und gebe ihn in eine mit Backpapier ausgelegte Springform (26 cm). Es gibt übrigens Backpapier für runde Formen, ist komfortabler als rechteckiges Papier.

Verteile die Birnenspalten gleichmäßig auf Deinem Kuchen, bestreue ihn mit Puderzucker und etwas Zimt und lass ihn bei 180 Grad Umluft für 50 – 60 Minuten im Ofen backen.

Genieße den Duft, der durch Deine Küche zieht!

Annette kocht- Birnenkuchen

Wenn Du Deinen Kuchen in 12 Stücke teilst, ergibt sich ein Linolsäuregehalt von 120 mg pro Stück.

Zum Schluss:
Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Haveland
von Theodor Fontane (1819 – 1898)

Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland,
Ein Birnbaum in seinem Garten stand,
Und kam die goldene Herbsteszeit

Und die Birnen leuchteten weit und breit,
Da stopfte, wenn’s Mittag vom Turme scholl,
Der von Ribbeck sich beide Taschen voll,
Und kam in Pantinen ein Junge daher,
So rief er: »Junge, wiste ‘ne Beer?«
Und kam ein Mädel, so rief er: »Lütt Dirn,
Kumm man röwer, ick hebb ‘ne Birn.«

So ging es viel Jahre, bis lobesam
Der von Ribbeck auf Ribbeck zu sterben kam.

Er fühlte sein Ende. ‘s war Herbsteszeit,
Wieder lachten die Birnen weit und breit;
Da sagte von Ribbeck: »Ich scheide nun ab.
Legt mir eine Birne mit ins Grab.«
Und drei Tage drauf, aus dem Doppeldachhaus,
Trugen von Ribbeck sie hinaus,
Alle Bauern und Büdner mit Feiergesicht
Sangen »Jesus meine Zuversicht«,
Und die Kinder klagten, das Herze schwer:
»He is dod nu. Wer giwt uns nu ‘ne Beer?«

So klagten die Kinder. Das war nicht recht –
Ach, sie kannten den alten Ribbeck schlecht;
Der neue freilich, der knausert und spart,
Hält Park und Birnbaum strenge verwahrt.
Aber der alte, vorahnend schon
Und voll Mißtraun gegen den eigenen Sohn,
Der wußte genau, was damals er tat,
Als um eine Birn’ ins Grab er bat,
Und im dritten Jahr aus dem stillen Haus
Ein Birnbaumsprößling sproßt heraus.

Und die Jahre gingen wohl auf und ab,
Längst wölbt sich ein Birnbaum über dem Grab,
Und in der goldenen Herbsteszeit
Leuchtet’s wieder weit und breit.
Und kommt ein Jung’ übern Kirchhof her,
So flüstert’s im Baume: »Wiste ‘ne Beer?«
Und kommt ein Mädel, so flüstert’s: »Lütt Dirn,
Kumm man röwer, ick gew’ di ‘ne Birn.«

So spendet Segen noch immer die Hand
Des von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland.

 

Annette kocht- Deine Annette

 

 

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Ich bin Annette Kunst
und ich  habe Multiple Sklerose.
Um mit meiner MS zu leben, erfinde ich
Rezepte zur antientzündlichen Stoffwechsel- und Ernährungstherapie nach Dr. Hebener.
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Viel Spaß beim Lesen und Entdecken!

Deine Annette

Annette kocht- Essen