Ich bin ein Pferdemädchen.
Schon immer gewesen, aber als ich das Reiten lernte, gab es nur den klassischen Reitschulbetrieb, arme Schulpferde, Tunierstress.
Heute weiss ich, dass ich mir den Umgang mit Pferden schon damals anders vorgestellt habe.
Freier, ungezwungener, natürlicher und Natur verbundener.

Das Reiten und den Umgang mit Pferden habe ich für eine sehr lange Zeit aufgegeben, nicht zuletzt, weil die MS diagnostiziert wurde.
Die Kraft meiner Beine schien mir jetzt nicht mehr vertrauenswürdig.
Aber wirklich aus dem Kopf bekommen habe ich die Sache mit dem Reiten nicht – Pferdemädchen eben…

Dann las ich das eine und andere über therapeutisches Reiten und fand, dass das einen Versuch wert sei.
Volltreffer!
Ich könnte dir jetzt berichten, dass die Hippotherapie Pferde zur Physiotherapie in den Gangarten Schritt oder Trab einsetzt.
Die dreidimensionalen Schwingungsimpulse (Drehbewegung, Beckenkippen und Auf – und – Ab) des Pferdes werden auf Becken und Wirbelsäule des Reiters übertragen und der gesamte Bewegungsapparat kann sich neu einpendeln.
Die Drei-D-Gangbewegung des Pferdes entspricht der des Menschen.
Muskelspannungen werden positiv beeinflusst, Spastiken lassen nach.
Die gesamte Haltung, vor allem die des Rumpfes wird stabilisiert und gestärkt.
Die Nerven und das Gehirn bekommen bei jedem Schritt neue Impulse.

Das alles kannst du genau und detailliert in der Fachliteratur nachlesen.

Ich möchte dir aber erzählen, welche riesige entspannende Ruhe das Reiten für mich bedeutet.
Ich vergesse das oft beschwerliche Gehen, meine Freundin Nanni geht für mich.
Mir tut nichts weh, meine Muskeln entspannen sich, mein Rücken findet eine spannungsfrei Haltung, keine Enge, nur Freiheit.
Ich merke, wie sich meine Ruhe auf das Pferd überträgt, ich vertraue ihm und kann mich tiefer in den Sattel sinken lassen.
Mittlerweile reite ich  manchmal ohne Steigbügel und festen Sattel, weil die Bewegungen des Pferdes so noch direkter auf meine An – und Verspannungen wirken können.

Wir reiten früh morgens zu zweit durch den Wald und “baden” im Wald.
Licht (Vitamin D!), Luft (Sauerstoffversorgung) und Atmosphäre vetreiben meine Fatique und ich fühle mich stark, unabhängig und frei!
Für jemanden mit MS nicht unbedingt eine Selbstverständlichkeit…

Nach dem Reiten sind meine Beine nach einer kurzen Regeneration stark und entspannt.
Und es wird von Mal zu Mal besser!

 

Annette kocht- deine Annette

 

 

 

 

 

annette kocht-Annette

Herzlich willkommen!

Ich bin Annette Kunst
und ich  habe Multiple Sklerose.
Um mit meiner MS zu leben, erfinde ich
Rezepte zur antientzündlichen Stoffwechsel- und Ernährungstherapie nach Dr. Hebener.
Damit geht es mir gut.

Möchtet ihr mehr wissen?
Dann schaut euch um!

Viel Spaß beim Lesen und Entdecken!

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