Leben mit MS

 

Lesen macht glücklich

“Das Leben ist zu kurz für später” ist der Titel des Buches von Alexandra Reinwarth, das ich gerade lese. Und ich lege es jedem ans Herz. Die Autorin nimmt mich mit zu ihrem Gedanken – Experiment: was würde ich tun, wenn ich noch ein Jahr zu leben hätte?
Diese Reise ist keineswegs ernst und deprimierend, sondern witzig, nachdenklich und sehr inspirierend.
Die Geschichte erdet. Sie bringt zur Ruhe.
Alexandra Reinwarths Geschichte führt den Leser zu sich und zum Wesentlichen zurück.
Sie gibt Souveränität und Gelassenheit und ich fühle mich einfach gut.
Allerdings dauerte es bei mir eine ganze Weile bis ich merkte, dass ich das Gelesenen verinnerlichen und spüren konnte.
Dieser Prozess, den “Das Leben ist zu kurz für später” angestoßen hat, wird mich vermutlich für den Rest meines Lebens begleiten.
Ich glaube, jeder, der einmal einen Fuß auf diesen Weg gesetzt hat, wird ihn nicht mehr verlassen.
Er führt nämlich zum Glücklich sein und zur Freiheit.
Ich wünsche viel Spaß und Inspiration beim Lesen oder hören (die Autorin liest selbst und es ist großartig ihr zuzuhören).

Alexandra Reinwarth, Das Leben ist zu kurz für später, Mvg Verlag, 2018

 

 

 

 

Nixtun

Heute übe ich “Nixtun”. Kannst du nix tun? Ich nicht so gut. In meinem Garten steht eine Bank, auf der man hervorragend sitzen und nichts tun könnte…

Meistens stehe ich allerdings auf und zupfe irgendein Blättchen oder Blütchen oder gieße oder laufe rein, um Futter für unsere Schildis zu holen oder…oder…oder..

Wirklich  nichts zu tun und nur so ohne Absicht in die Gegend zu schauen, finde ich schwierig. Wenn es mir aber gelingt  absichtslos nichts zu tun, merke ich, dass Gedanken einen Weg finden, für die sonst viel zu wenig Zeit ist. Gedanken, denen ich mich langsam und manchmal auch mutig nähern muss. Für mich ist es wichtig, mich mit zeitaufwendigen und auch angstmachenden Gedanken auseinander zu setzen. Um ausgeglichen zu sein, im Gleichgewicht, mittig. Der Geist geht dann spazieren, wenn der Körper eine Weile zur Ruhe kommt.
Deshalb übe ich heute “Nixtun”.

 

 

 

 

Wie ich mit etwas Farbe meine Seele verwöhne – Aquarell malen

Hier geht es nicht ums Kochen.
Hier geht es ums Wohlfühlen!
Ein hübsches Aquarell, das die Seele freut, ist scchnell gemacht.
Ich entspanne mich beim Malen, lass meine Gedanken spazieren gehen, vielleicht an dem Strand, den ich gerade male.
Ich denk nicht daran, ob mein Aquarell gut oder schlecht ist.
Es wird mein Aquarell und ich bin stolz darauf!

Ich nehme

ein gutes Aquarellpapier

ein paar Farben: Indigoblau, Ultramarinblau, Lichter Ocker, ein warmes Gelb, ein Olivegrün und ein bisschen Rosa/Pink

einen Pinsel Nr.16

einen Pinsel Nr.4

ein Malmesser (oder ein anderes stumpfes Messer)

Ich probiere ein bisschen aus, wie sich die Farben verhalten: mit viel Wasser, mit wenig Wasser, fest aufdrücken oder leicht.
Was passiert mit viel Farbe am Pinsel, was mit wenig.

Ich benutze das Indigoblau für den Horizont und das Malmesser, um die Gräser im Vordergrund aus der Farbe zu ziehen.

Viel Spaß beim Probieren und vor allem Entspannung, damit die MS wieder mal Pause macht.

 

 

 

© Annette Kunst - Alle Rechte vorbehalten | Kontakt | Datenschutz | Impressum